Die Verkündigung der historischen christlichen Botschaft im Klima des zwanzigsten Jahrhunderts

Ein Essay über den vierten Teil aus Francis Schaeffers "Gott ist keine Illusion"

BUCHREIHE: GOTT IST KEINE ILLUSION, FRANCIS SCHAEFFER

Erik

6/30/20262 min read

silhouette of person walking under white clouds
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Schritt für Schritt wagt er sich weiter auf seinem Weg. Mit jedem Schritt wird es dunkler, mit jeder Sekunde kälter. Dreht er um, bleibt er stehen, oder hat er doch den Mut den Weg bis zum Ende zu gehen? Das dieser Pfad einmal so düster und leblos werden würde hätte er niemals geahnt. Mit jedem Atemzug der immer dünner werdenden, kalten Luft wird sein innerer Drang immer größer umzukehren. Das letzte, was er jetzt gebrauchen könnte, ist eine Hand, die ihn immer tiefer in die Dunkelheit zieht, oder?

Im vierten Teil des Werks „Gott ist keine Illusion“ von Francis Schaeffer, stellt dieser für den Christen einen Weg vor. Einen Weg den modernen Menschen des zwanzigsten Jahrhundert mit dem Evangelium des historischen Christentums zu konfrontieren. Ein Weg der sich weg von der Wirklichen Welt, hin zu den dunkelsten Ecken der logischen Konsequenz nicht-christlicher Denkvoraussetzungen führt. In dieser Dunkelheit wird jedoch nicht kapituliert und stehengeblieben, sondern genau dort wird die hell leuchtende, wohltuende Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus verkündet.

Nach Schaeffer gibt es im Leben eines jeden Menschen innerliche Spannungspunkte. Irgendwo lebt jeder Mensch zwischen zwei Polen. Auf einer Seite die Wirklichkeit, die objektive Welt, in welcher der Mensch selbst lebt. Auf der anderen Seite die logischen Konsequenzen der nicht-christlichen Denkvoraussetzungen. Die Wirklichkeit ist dabei mit diesen Konsequenzen des nicht-christlichen Denkens schlichtweg nicht zu vereinen. Da der Mensch jedoch noch in der Wirklichkeit lebt, prasselt diese Wirklichkeit wie starker Regen ständig auf ihn ein. An diesem Punkt richtet der Mensch am Wegrand ein Zelt auf, er schützt sich vor der Realität, ohne sich dieser zuwenden und ohne weiter auf dem dunklen Weg Umherirren zu müssen.

Schaeffer sieht die Aufgabe der modernen Apologetik darin, diese Spannungspunkte ausfindig zu machen, die sich aufgebauten Zelte abzureißen und dem Menschen seine Inkonsequenz vor Augen zu halten. Ihn an die Hand zu nehmen und in die Dunkelheit zu führen, die seine Denkvoraussetzungen zur Folge haben. Diese Hinführung ist dabei jedoch kein Selbstzweck, sondern dient dazu, dem Menschen klarzumachen, dass er seinem eigenen Denken, wenn zu Ende gedacht, in Wirklichkeit nicht treu sein kann.

Da jeder Mensch vollkommen individuell ist, braucht es für diese Hinführung verständliche, an den Zuhörer angepasste Kommunikation. Es geht nicht um ein immer wiederholbares Patentrezept oder eine Anpassung der christlichen Botschaft, sondern darum dem Menschen in Liebe und Anteilnahme zu begegnen, so mühevoll das auch sein mag.

Sobald der Gegenüber die Dunkelheit seines Weges begriffen hat, sollte ihm das Licht präsentiert werden. Das Evangelium, welches nichts abstrakt Religiöses beinhaltet, sondern die Botschaft von wirklicher Wahrheit, wirklicher Schuld und wirklicher Geschichte. Eine Botschaft von Gott. Der wirklich Mensch wird, der wirklich leidet, wirklich stirbt. Der wirklich aufersteht und damit unsere wirkliche Schuld von uns nimmt.

Eine Botschaft die einen neuen Weg offenbart – zurück zum Licht, zurück zur Wirklichkeit, zurück zum Leben. Eine Botschaft die direkt in Gottes rettende Arme führt, zu Jesus Christus selbst.

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